Breitbandversorgung

Die Stadt Königswinter treibt seit Jahren den Ausbau der Breitbandversorgung als wichtigen Standortfaktor voran. Weite Teile des Stadtgebietes verfügen bereits mittels Glasfaserkabel, Funktechnik und Hybridtechnik (Funk- und Kabeltechnik) über schnelles Internet. Teilbereiche sind jedoch noch ausbaufähig.

Der Breitbandausbau in Deutschland erfolgt durch die Netzbetreiber im freien Wettbewerb unter marktwirtschaftlichen Aspekten. Die Stadt Königswinter versucht als Kommune durch die Teilnahme an entsprechenden Förderprogrammen des Bundes diesen Ausbau weiter zu beschleunigen.

Des Weiteren unterstützt die Stadt Königswinter im Rahmen ihrer Möglichkeiten den Eigenausbau der verschiedenen Anbieter im Stadtgebiet.

Ziel der Stadt Königswinter ist es, bis 2018 alle Stadtteile mit schnellem Internet zu versorgen.

Historie:
Durch die Breitband-Offensive "Breitband Regional" von Unitymedia wurden 2009 bereits die Altstadt von Königswinter sowie Teile von Ittenbach mit schnellem Internet versorgt.
Aufgrund einer öffentlichen Ausschreibung erhielt die Deutsche Telekom den Auftrag zum Verlegen eines Glasfaserkabels über Pleiserhohn nach Westerhausen. Dafür hatte die Stadt Königswinter bereits im Jahr 2012 in Kooperation mit der Stadt Hennef einen Förderantrag nach der sogenannten GAK- Förderung (Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes") gestellt. Durch diese Maßnahme erhielten die Ortslagen Pleiserhohn und Eisbach eine verbesserte Breitbandversorgung.

Im Jahr 2014 wurde das übrige Stadtgebiet bezüglich der Breitbandversorgung durch die Stadtverwaltung untersucht und geprüft, für welche Ortslagen ein weiterer Förderantrag auf Grundlage der GAK- Förderung gestellt werden kann. Lediglich für die Ortslagen Ober- und Niederscheuren, Freckwinkel, Rübhausen, Pützstück, Waschpohl, Sand und Willmeroth erhielt die Stadt eine Förderung von der Bezirksregierung Köln zur Verbesserung der Breitbandversorgung in diesen Ortslagen. Hierbei wurden - wie auch bei der Erschließung der Ortslage Pleiserhohn - durch das Land insgesamt 75 % der Kosten getragen. Die verbleibenden 25 % mussten durch den städtischen Haushalt finanziert werden. Der Auftrag wurde nach einer öffentlichen Ausschreibung an die Fa. Disquom vergeben und alle vorgenannten Ortslagen mittels Hybridtechnik (Funk- und Kabeltechnik) angeschlossen.

Darüber hinaus wurden bis heute durch die Fa. Disquom die Ortslagen Bennerscheid, Bockeroth, Eudenbach, Hühnerberg, Komp, Gratzfeld, Quirrenbach, Rostingen, Sassenberg, Kochenbach, Sand, Pützstück, Rübhausen, Waschpohl, Wilmeroth, Freckwinkel, Oberscheuren, Niederscheuren, Faulenbitze, Schnepperoth, Sandscheid, Kotthausen, Berghausen, Gewerbepark-Ruttscheid und Uthweiler mit VDSL Vectoring Technik mit einer Geschwindigkeit von bis zu 50 MBit´s erschlossen.

Aktuell:
Im Vorwahlbereich 02244 wurde im Frühjahr 2017 durch die Deutsche Telekom ein großflächiger Eigenausbau vorgenommen. Dort wo es für den Netzbetreiber möglich war, ohne Fördermittel die Glasfaserkabel zu verlegen, wurde neue Vectoring-Technik eingesetzt und eine Breitbandgeschwindigkeit von bis zu 100 MBit/s zur Verfügung gestellt. Hiervon profitierten unter anderem die Ortsteile Oberpleis, Thomasberg und Bockeroth maßgeblich. In den Ortsteilen Heisterbacherrott, Stieldorf, Oelinghoven und Rauschendorf ist ebenfalls ein VDSL-Technikwechseldurch mit einer Geschwindigkeit von bis zu 50 MBit/ durch die Telekom vorgenommen worden.

Das gesamte Talgebiet der Stadt Königswinter wird heute bereits sehr gut durch die Deutsche Telekom versorgt:
Durch die Deutsche Telekom wurden im Rahmen des Ausbaus der Breitbandversorgung im Vorwahlbereich 02223 insgesamt 60 neue Multifunktionsgehäuse mit jeweils einem neuen Stromanschluss und einem Glasfaseranschluss aufgebaut. Hierzu wurden insgesamt 78 km Glasfaserkabel verlegt. Überall dort, wo neu gebaut wurde, steht eine Bandbreite von mindestens 50 Mbit/s zur Verfügung, an zahlreichen Standorten sogar bis zu 100 MBit/s.

Um auch die heute noch schlechter gestellten Bereiche mit schnellem Internet zu versorgen, hat der Rhein-Sieg-Kreis in Zusammenarbeit mit der Stadt Königswinter einen Förderantrag nach dem aktuellen "Dobrindt-Programm" (Richtlinie "Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland") gestellt. Diese Maßnahme befindet sich derzeit im Vergabeverfahren. Ziel ist es bis spätestens Ende 2018 alle unterversorgten Bereiche mit mindestens 50 Mbit/s zu versorgen Nach Abschluss der Arbeiten sind somit im Stadtgebiet Königswinter alle Ortslagen im Wesentlichen mit schnellem Internet versorgt. Um auch die letzten "weißen Flecken" zu beseitigen, müssen im Einzelfall Möglichkeiten der Verbesserung erarbeitet werden. Hierzu können Sie gerne Kontakt mit der Stadtverwaltung Königswinter aufnehmen. Diese wird Ihnen bei der Suche nach einer Lösung behilflich sein.

Ansprechpartner der Stadt:
Albert Koch
Leiter Ver- und Entsorgung
Tel. 02244 889 119
albert.koch@koenigswinter.de

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