Grundlagen

Im Rahmen des ISEK wurden bestehende bzw. in Erarbeitung befindliche Konzepte und Planungen im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung planungsrelevanter Themen ausgewertet. Grundlage der bisherigen Bestandsaufnahme sind u.a. die unten aufgeführten Konzepte und Planungen.

Erhebung der Potenzialflächen im Flächennutzungs- und Regionalplan
Im Rahmen des landesweiten Siedlungsflächenmonitorings wurden ab 2016 alle im derzeit wirksamen Flächennutzungsplan (FNP) dargestellten und nicht bebauten Wohn-, Misch- und Gewerbebauflächen größer 0,2 ha kartografisch erfasst. Zusätzlich wurden mögliche Neudarstellungen von Bauflächen im FNP, die im Rahmen der Festlegungen des gültigen Regionalplans grundsätzlich möglich wären, erfasst. Darüber hinaus wurden zwei Gewerbepotenzialflächen (aus dem Gewerbeflächenkonzept 2035 siehe unten) in die Karte aufgenommen.

Es wurden insgesamt rund 150 ha freie Wohn- und Mischbauflächen identifiziert. Davon sind rund 70 ha aufgrund ihrer Lage in Schutzgebieten (Natur- und Landschaftsschutz) oder Überschwemmungsgebieten faktisch baulich nicht entwickelbar. Daher wurden diese Flächen als mögliche Rücknahmen vorgeschlagen (vgl. öffentliche Sitzungsvorlage des Planungs- und Umweltausschusses (PUA) Nr. 59/2017) und entsprechend in der Karte dargestellt. Es verbleiben damit grundsätzlich rund 80 ha Reservebauflächen für eine mögliche Wohnnutzung im derzeit wirksamen Flächennutzungsplan. Von diesen Reserven sind jedoch mindestens 30 ha insbesondere aufgrund bestehender Immissionskonflikte (Geruch, Erschütterungen, Lärm) sowie ungeklärter äußerer Erschließung in den nächsten 15 bis 20 Jahren voraussichtlich nicht entwickelbar. Es verbleibt damit im derzeitigen Flächennutzungsplan ein Bauflächenpotenzial von rund 50 ha. Zusätzlich lassen sich aus dem gültigen Regionalplan derzeit Neudarstellungen von Wohnbauflächen - insbesondere im Bereich Vinxel-Stieldorf aber auch in Oberpleis, Thomasberg und Ittenbach - im Umfang von mindestens 30 ha ableiten.

Für den Bereich Gewerbe wurden rund 19 ha freie Gewerbebauflächen im Flächennutzungsplan identifiziert. Davon sind rund 9 ha aufgrund ihrer Lage in Schutzgebieten (Natur- und Landschaftsschutz) oder Überschwemmungsgebieten faktisch baulich nicht entwickelbar. Daher wurden diese Flächen als mögliche Rücknahmen vorgeschlagen (vgl. öffentliche Sitzungsvorlage des PUA Nr. 5/2017) und entsprechend in der Karte dargestellt. Es verbleiben damit grundsätzlich rund 10 ha Reservebauflächen für eine mögliche gewerbliche Nutzung im derzeit wirksamen Flächennutzungsplan. Zusätzlich aufgenommen wurde die zurzeit laufende 76. Änderung der Flächennutzungsplans im Bereich Oberpleis Siefen. Diese umfasst eine Neudarstellung von Gewerbefläche von rund 7 ha.

Hinweise:
  • Es handelt sich um eine Arbeits- und Übersichtskarte, aus der keine Baurechte abgeleitet werden können.
  • Über die tatsächliche planerische bzw. bauliche Inanspruchnahme der Flächen ist im konkreten Einzelfall durch den Stadtrat/ Planungs- und Umweltausschuss im Rahmen von förmlichen Planverfahren zu entscheiden. In diesen Verfahren sind Bürgerbeteiligungen obligatorisch.
  • Die Karte wird im Zuge der planerischen und baulichen Inanspruchnahme von Flächen laufend fortgeschrieben.
  • Nicht erfasst sind die Bürgeranträge auf Ausweisung von zusätzlichem Bauland sowie die vorhandenen Bauflächen/ Baulücken kleiner als 0,2 ha.

Handlungskonzept Wohnen 2017 für die Stadt Königswinter
Der Rat der Stadt Königswinter hat in seiner Sitzung am 29.09.2015 aufgrund eines Antrags aller im Rat vertretenen Fraktionen die Verwaltung beauftragt, ein Wohnungsbaukonzept zu erstellen. Vor dem Hintergrund der stark gestiegenen Nachfrage nach Wohnraum in der Region sollten mit dem Handlungskonzept das Angebot und der Bedarf an Wohnbauflächen/Wohnraum in Königswinter ermittelt und bewertet werden. Das Handlungskonzept formuliert fünf strategische Leitziele zur Entwicklung der Stadt Königswinter bis 2035. Das Handlungskonzept Wohnen benennt dazu Handlungsfelder und schlägt konkrete Maßnahmen zur Umsetzung vor. Zur Umsetzung der konkreten Maßnahmen sind weitere Beschlüsse notwendig. Der Stadtrat wird voraussichtlich am 18.12.2017 über das Handlungskonzept Wohnen beraten.
Gewerbeflächenkonzept 2035 für die Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises (Stand Juni 2017)
Die Kreisverwaltung des Rhein-Sieg-Kreises hat auf Vorschlag der Kommunen ab 2012 ein kreisweites Gewerbeflächenkonzept durch das Büro Dr. Jansen erarbeiten lassen. Der Planungs- und Umweltausschuss (PUA) der Stadt Königswinter hat sich mehrfach in öffentlicher Sitzung mit diesem Thema beschäftigt (vgl. öffentliche Sitzungsvorlagen Nrn. 338/2012, 232/2015, 5/2017 und 207/2017). Der PUA hat am 8. Februar 2017 beschlossen, zwei mögliche Potenzialflächen (bei Oberpleis bzw. Stieldorf) an den Rhein-Sieg-Kreis zumelden und auf eine Eignung als Gewerbestandort prüfen zu lassen. Die Fläche bei Oberpleis sollte dabei vorrangig geprüft werden. Beide Flächen wurden in das Konzept aufgenommen. Die Fläche bei Stieldorf jedoch nur in reduzierter Größe. Am 9. Oktober 2017 hat der Stadtrat dem vorläufigen Konzept zugestimmt.

Nachfolgend finden Sie das Gewerbeflächenkonzept aufgrund der Datenmenge in mehreren Teilen und nur die Königswinter betreffenden Karten und Steckbriefe (TEIL A vollständig; aus TEIL B nur die Königswinter betreffenden Karten bzw. Steckbriefe).

Einzelhandels- und Zentrenkonzept
Das bestehende Einzelhandelsstandort- und Zentrenkonzept der Stadt Königswinter wurde 2009/2010 aufgestellt. Zwischenzeitlich haben sich die rechtlichen Rahmenbedingungen und die tatsächlichen Verhältnisse deutlich verändert. Es war daher erforderlich, das Einzelhandelskonzept der Stadt Königswinter fortzuschreiben. Der Rat der Stadt Königswinter hat inzwischen das fortgeschriebene Konzept beschlossen. Sie können das Konzept hier herunterladen.

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