Engagement von Vätern – vor, während und nach Corona

Informationen zur „Väterarbeit” der Landesarbeitsgemeinschaft Väterarbeit in NRW

Auch Väter können Kinder betreuen - Nicht nur wenn Kitas und Schulen wegen Corona schließen" Vor genau einem Jahr ist die LAG Väterarbeit mit dieser Erklärung zum 1. Lockdown an die Öffentlichkeit getreten.

Die Zahlen sind inzwischen höher als im März 2020, Schulen und Kitas haben, zumindest bis zu den Osterferien wieder geöffnet. Inzwischen sind aber nicht nur die Pflegekräfte in den Krankenhäusern sind am Ende ihrer Kräfte angekommen, auch in unzähligen Familien liegen die Nerven blank. Und die Prognosen der Pandemieforscher:innen verheißen für die nächsten Wochen nicht Gutes.

Dennoch lohnt es sich, den Blick etwas genauer auf die Veränderungen seit dem Frühjahr 2020 zu richten. Corona wirkt wie ein Brennglas und hat die Konsequenzen gesellschaftlich verfestigter Vorstellungen der Aufteilung und Bewertung von Pflege und Fürsorgetätigkeiten einerseits und der Produktions- und Kapitalverwertungssphäre andererseits ins Rampenlicht gerückt.

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Väter stärker einbeziehen - Familienpolitische Weichenstellungen vornehmen

Informationen und Veranstaltungen der Landesarbeitsgemeinschaft Väterarbeit in NRW

Corona war in den letzten 14 Monaten auch bei unserer Arbeit mit Vätern ein beherrschendes Thema. Dass neben den Belastungen für Väter und Mütter auch positive Erfahrungen gemacht werden könnten, haben wir auch an dieser Stelle mehrfach betont. Damit die damit verbundenen Chancen in Zukunft genutzt werden können, sind verschiedene familienpolitische Weichenstellungen erforderlich. Der Vorstand der LAG-V hat diese in einer Stellungnahme zusammengefasst. Dort heißt es unter anderem:

„Die Erfahrungen der letzten zwölf Monate verdeutlichen, dass traditionelle Vorstellungen und Haltungen zum Rollenverständnis der Geschlechter immer noch weit verbreitet sind. Mit dem Blick auf die Zeit nach der Pandemie ist es für die LAG-Väterarbeit deshalb wichtig, nicht einfach an den Februar 2020 anzuknüpfen, sondern aus den Erfahrungen die Konsequenzen zu ziehen, welche Vätern die Wege in die Familie erleichtern und ihnen das Aufrechterhalten von Beziehungen und Bindungen auch nach einer Trennung ermöglichen.

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