Neben den individuellen Gesprächen in unserer Beratungsstelle bieten wir Kindertageseinrichtungen, Familienzentren, Einrichtungen der Jugendhilfe sowie den Schulen in Bad Honnef und Königswinter Vorträge und Elternabende zu verschiedenen Themenschwerpunkten an.

Aktuell sind dies:


Elternabend Pubertät

Statistisch gesehen nehmen die Konflikte zwischen Eltern und Kindern in der Pubertät nur unwesentlich zu. Verändern wird sich lediglich die Intensität der Auseinandersetzung. Das Gefühl von Elternist jedoch oft ein anderes.

Der Elternabend Pubertät als Angebot der Familien-und Erziehungsberatungsstelle der Städte Bad Honnef und Königswinter informiert Eltern über die verschiedenen Aspekte rund um das Thema Pubertät. Das Gehirn der Jugendlichen entspricht in der Pubertät einer großen Baustelle. Parallel sind die Jugendlichen mit vielen Entwicklungsaufgaben auf dem Weg zum Erwachsensein beschäftigt. Fragen nach dem eigenen Ich, Zukunftsängste und gesellschaftliche Anforderungen sorgen in dieser Zeit für eine hohe Verunsicherung bei den jungen Erwachsenen.

Aber auch auf Seiten der Eltern bestehen Ängste sowie Zweifel am eigenen Erziehungsverhalten. In dem für die Lebensphase der Jugendlichen notwendigen „Entwicklungsprozess Pubertät“ sind deshalbstabile und verlässliche Beziehungen zwischen Eltern und ihren Kindern besonders wichtig.

Neben den Informationen zu verschiedenen Aspekten der Pubertät aus Sicht der Kinder und aus der Perspektive der Eltern, steht daher die Beziehung zwischen den Jugendlichen und ihren Eltern im Mittelpunkt des Elternabends. In zweiten Teil des Elternabends besteht die Möglichkeit an beispielhaften Situationen aus dem Familienalltag gemeinsam ins Gespräch zu kommen.


Kommunikation und Umgang zwischen Eltern und Kindern im Familienalltag

In der Kommunikation im Familienalltag sind es oft „die kleinen Dinge“, wie z. B. das Aufräumen des Zimmers, das Spielen am Computer, die Erledigung von Aufgaben im Alltag oder das Einhalten von Absprachen, die dazu führen, dass sich der Ton und der Umgang zwischen Eltern und Kindern verschärft. Am Ende der Eskalationsspirale stehen nicht selten weinende Kinder und frustrierte Eltern, die sich die Erziehung und den Umgang mit ihren Kindern eigentlich ganz anders vorgestellt haben.

Die Frage, die sich Eltern an diesem Punkt stellen, lautet in der Regel: Wie gelingt mir eine Balance zwischen einem respektvollen und liebevollen Umgang mit meinem Kind und der Notwendigkeit meine Anliegen als Eltern gegenüber meinem Kind wirkungsvoll umzusetzen?

Der Elternabend rückt diese Fragestellung in den Mittelpunkt und ist ein Angebot gemeinsam mit Eltern darüber ins Gespräch zu kommen.
Als Einstieg in dieses Thema dient der Film: Wege aus der Brüllfalle. Der Film greift alltägliche Situationen aus dem Familienleben auf und dokumentiert anschaulich und humorvoll, wie Eltern und Kinder in eine Eskalationsspirale geraten. Darüber hinaus zeigt der Film Wege auf, wie sich negative Verhaltensmuster besser vermeiden lassen.

Die anschließende Diskussionsrunde wird von einem Mitarbeiter*in der Familien-und Erziehungsberatungsstelle moderiert. Themenschwerpunkte sind hier u. a. mögliche Stolpersteine im Erziehungsverhalten sowie Fragen zur Umsetzung im Familienalltag. Im Mittelpunkt steht dabei die Stärkung der vorhandenen Ressourcen der Eltern.

 

Über die Bedeutung von Bindung in der frühen Kindheit

Eine sichere Bindung stellt für Kinder das Fundament dar, auf dem sie wachsen und gedeihen können. Wie können Eltern ihren Kindern von Anfang an eine emotionale Sicherheit geben und warum ist das so wichtig? An diesem Abend/Nachmittag erhalten Sie als beruflich oder ehrenamtlich mit Eltern in Kontakt stehende MitarbeiterInnen Informationen über die Entstehung von Bindung sowie alltags-und praxisnahe Informationen, wie Sie Eltern dabei unterstützen können, dass diesen im täglichen Umgang mit ihren Kindern eine sichere Bindung bestmöglich gelingen kann. Der Vortragrichtet sich an Fachkräfte wie ErzieherInnen, Tageseltern und Hebammen sowie ebenfalls ehrenamtlich Tätige, die im Kontakt mit Eltern von Säuglingen und Kleinkindern stehen.

 


Ein Vortrag über die Bedeutung von kindlichem Temperament und Bindungserfahrungen

Ob und wie Kinder in schwierigen Situationen Hilfe bei anderen Menschen suchen, wie selbstbewusst und ausdauernd Kinder an neue Herausforderungen herantreten und wie leicht Kinder in Stress geraten, können Eltern über ganz alltägliche Beziehungserfahrungen beeinflussen. Es wird auf viele wichtige Fragen eingegangen:

  • Mein Kind sucht sich bei Problemen keine Hilfe – wie gehe ich damit am besten um?
  • Warum traut sich mein Kind so wenig zu?
  • Wie kann ich meinem Kind dabei helfen ausgeglichener zu werden?
  • Mein Kind hängt mir regelrecht am Rockzipfel – was kann ich tun?
  • Sollte man ein Kind auch einfach mal schreien lassen?
  • Alle reden von „Bindung" – was bedeutet das eigentlich genau?

Unterstützt von kleinen Videosequenzen zu verschiedenen Beispielen der Eltern-Kind-Interaktion nimmt der Elternabend immer wieder konkreten Bezug zur alltäglichen Lebenssituation der Eltern mit ihren Kindern, so dass die Inhalte leicht verständlich sind. Darüber hinaus besteht ausreichend Raum für offene Fragen und Diskussion mit den Eltern. Die Veranstaltung richtet sich an werdende Eltern, wie auch an Eltern von Kindern zwischen 0 und 10 Jahren und dauert ca. 2 Stunden.

Ein Workshop für Eltern von Grundschulkindern zum effektiven Umgang mit den Hausaufgaben

Mit Schulstart der Kinder tritt das Thema der Hausaufgaben in das Familienleben. Hausaufgaben bedeuten, dass die Kinder zu Hause Aufgaben aus dem schulischen Alltag möglichst eigenständig bearbeiten sollen. In den meisten Familien funktioniert das nicht ganz reibungslos. Oftmals entwickeln sich aus kleinen Hürden beim Erledigen der Hausaufgaben Streitigkeiten, die nicht selten zu einer angespannten Stimmung und Druck für alle Beteiligten führen.

Elterliche Gedanken kreisen:

  • „Wie wird das mit den Hausaufgaben nur weitergehen?“
  • „Wie und soll ich meinem Kind überhaupt dabei helfen?“ „Ich muss ja schon ein Auge darauf haben!“
  • „Was, wenn mein Kindlieber spielen möchte, muss ich dann die ganze Zeit daneben sitzen? “

Wie Eltern mit ihren Kindern das Thema Hausaufgaben so managen, dass das Kind lernt dies selbstständig zu tun und Eltern möglichst gelassen bleiben können, ist der Tenor des Angebotes. Eltern erfahren während des Workshops, dass Fragen und Unsicherheiten rund um das Thema Hausaufgabenetwas ganz Normales sind.

In diesem Workshop sollen Eltern ein sicheres Empfinden dafür entwickeln, wie sie ihr Kind partnerschaftlich und ermutigend begleiten und gleichzeitig elterliche Präsenz wahren. Siewerden hilfreiche Strategien für die Alltagssituationen mit ihren Kindern kennenlernen und ebenfalls Gelegenheit bekommen, sich mit anderen Eltern auszutauschen.

Das Angebot besteht aus zwei Workshopteilen, die jeweils ca. 2 Stunden dauern und im Abstand von ca. 6 Wochen stattfinden sollen. Die Teilnehmerzahl ist auf 12 -15 Teilnehmende begrenzt. Der erste Teil widmet sich der ganz konkreten Gestaltung der Hausaufgaben. Der zweite Teil fokussiert die Alltagserlebnisse der Eltern und die konstruktive Bearbeitung möglicher Probleme in Hausaufgaben-und Lernsituationen. Der Workshop richtet sich insbesondere an Eltern von Grundschulkindern der Schuleingangsphase.

 


Regeln und Grenzen in der Erziehung

Das 1x1 der Erziehung ist Ihnen, wie den meisten Eltern, durchaus bekannt: Regeln und Grenzen unterstützen Kinder egal welchen Alters bei deren Orientierung im Alltag und erleichtern darüber hinaus das Zusammenleben in der Familie. Aber wieso fällt Ihnen als Eltern die Umsetzung im Alltag oft so schwer? Im ersten Teil des Workshops dreht sich daher alles um die Fragen:

  • Welchen (Un-) Sinn machen Regeln und Grenzen?
  • Wieso fällt es Eltern im Allgemeinen schwer Regeln und Grenzen setzen?
  • Bei welchen konkreten Regeln gelingt die Umsetzung gut und bei welchen Regeln ist es möglicherweise schwieriger?
  • Was sollten Eltern bei der konkreten Umsetzung von Regeln und Grenzen im Familienalltag beachten?

Der zweite Teil beinhaltet viele praxisnahe Tipps, die Eltern im Erziehungsalltag unterstützen und bietet Eltern die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch. Darüber hinaus steht der Mitarbeiter*in der Familienberatungsstelle für Fragen der Eltern zur Verfügung. Der Workshop richtet sich an interessierte Eltern, die erfahren möchten, wieso sie das Thema Regeln und Grenzen oftmals an ihre eigenen Grenzen bringt und die Strategien entwickeln möchten, ihre Kinder besser zu erreichen.

 

Familie und Erziehung im digitalen Zeitalter

Smartphone, Tablet, Konsole, PC. Die digitalen Möglichkeiten werden immer zahlreicher und Kinder, die mit Bildschirmmedien in Kontakt kommen, immer jünger. 70% der Kinder im Kita-Alter spielen täglich mehr als eine halbe Stunde mit dem Smartphone ihrer Eltern (Blikk-Studie, 2017). Gleichzeitig machen sich drei von vier Eltern Sorgen, was ihrem Kind am Bildschirm „so alles passieren“ kann und wissen, dass Kinder überfordert sind, wenn man ihnen die Verantwortung für ihren Medienkonsum komplett überlässt. Denn den richtigen Umgang mit Medien lernen Kinder nicht in den Medien, sondern in der eigenen Familie.

Der Elternabend „Familie und Erziehung im digitalen Zeitalter“ richtet sich an interessierte Eltern von Kindern im Kindergarten-und Grundschulalter, die erfahren möchten, wie Kinder einen altersentsprechenden, selbstbestimmten und verantwortungsvollen Umgang mit Medien in der Familie lernen und wie Eltern ihre Kinder dabei unterstützen können.

 

Wie Kinder Emotionen lernen und wie Eltern sie unterstützen können

An diesem Elternabend dreht sich alles um die emotionale Entwicklung von Kindern in den ersten sechs Lebensjahren. Wenn Kinder in die Schule kommen, stehen Lesen, Schreiben und Rechnen auf dem Stundenplan. Um in der Schule gut klar zu kommen, brauchen Kinder ebenso emotionale Fertigkeiten. Wenn Kinder ihre Gefühle wahrnehmen, äußern und regulieren können, kann es ihnen eher gelingen den Herausforderungen des alltäglichen Schullebens sicher zu begegnen. Kinder sind dann z. B. eher in der Lage, Streitigkeiten mit anderen Mitschülern zu regeln oder können Misserfolgserlebnisse besser verkraften. Der Elternabend thematisiert abwechslungsreich was Emotionen sind, wie sie sich in den ersten sechs Lebensjahren entwickeln und zeigen. Eltern erfahren, was sie tun können, um ihre Kinder darin unterstützend zu begleiten und sie emotional stark zu machen. Dieser Elternabend richtet sich an alle Eltern, die daran interessiert sind, die emotionale Welt ihrer Vorschulkinder kennenzulernen.

 

 

Entwicklung der kindlichen Sexualität

Manchmal sind Eltern sich nicht sicher, ob sie ein bestimmtes Verhalten ihres Kindes als kindgerecht einschätzen sollen. Eltern aber auch Fachkräfte sind bei Fragen rund um das Thema „sexuelle Entwicklung von Kindern“ häufig verunsichert. Gründe dafür sind, dass die Entwicklung kindlicher Sexualität Erwachsenen zum Teil wenig bekannt ist. Zudem ist das Thema in der heutigen Zeit scheinbar immer noch ein schambesetztes Tabuthema. Inhalte des Elternabends sind u.a.:

  • Entwicklung der kindlichen Sexualität
  • Wie kann ich zwischen altersgerechtem Verhalten und einem vielleicht eher schwierigen Verhalten meines/eines Kindes unterscheiden?
  • Wie kann ich mit meinem Kind über sein Verhalten und seine sexuelle Entwicklung sprechen?

Neben inhaltlich/fachlichen Impulsen haben die Teilnehmer*innen ausreichend Gelegenheit, Fragen zu stellen und gemeinsam ins Gespräch zu kommen.

Wir kommen zu Ihnen in Ihre Einrichtung/Elterncafé und geben einen ca. 20 bis 30-minütigen fachlichen Input zu einem der nachfolgend genannten Familienthemen.

Daran anschließend bietet sich Gelegenheit zum gemeinsamen Gespräch.

Themen:
  • Wie Kinder das (Selbst-) Vertrauen lernen
    Über die Bedeutung von kindlichem Temperament und Bindungserfahrungen

  • Wie Eltern ihre Kinder stärken können
    Beispiele aus dem Alltag

  • Umgang mit Medien im Kindergartenalter

  • Emotionale Entwicklung von Kindern im Vorschulalter

  • Wie Kinder soziale Fertigkeiten lernen

  • Morgens Zirkus, abends Theater!?
    Wie gewinne ich mein Kind zur Kooperation

  • Typisch Mädchen/Typisch Junge!?
    Geschlechtergerechte Erziehung

  • Geschwister

  • Bis hierhin und nicht weiter!
    Regeln und Grenzen in der Erziehung