Gemeinsam für den Kinderschutz in Königswinter: 1. Netzwerktreffen des „Netzwerks Kinderschutz“
Ein weiterer wichtiger Meilenstein für das Wohl von Kindern und Jugendlichen in Königswinter: Nach einer großen Auftaktveranstaltung im März fand nun das „1. Netzwerktreffen des Netzwerk Kinderschutz“ statt. Über 90 Fachkräfte aus Medizin, Bildung, Jugendhilfe, Beratung, Staatsanwaltschaft und Polizei kamen zusammen, um sich gemeinsam mit dem Thema „Kindeswohlgefährdung und ihre Anzeichen“ zu widmen.
Eröffnet wurde die Veranstaltung durch die Netzwerkkoordinatorin Angela Stang-Schlitt, die betonte, dass sie sich sehr über die große Motivation der Teilnehmenden freut, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, was auch die hohe Teilnehmendenzahl bestätigt. Bürgermeisterin Heike Jüngling unterstrich in ihrem Grußwort die Priorität des Themas für die Stadt: Kinderschutz sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe von hoher Wichtigkeit und dieser solle trotz des steigenden Kostendrucks alle mögliche und notwendige Unterstützung erfahren.
In einem „Gallery Walk“ erhielten die Teilnehmenden die Möglichkeit, die von ihnen bei der Auftaktveranstaltung zusammengetragenen Bedarfe für die zukünftige Netzwerkarbeit nun visualisiert dargestellt zu erkunden und darüber in den Austausch zu kommen.
Einen fachlichen Impuls setzte die Netzwerkkoordinatorin Kinderschutz Angela Stang-Schlitt: In einem interessanten Vortrag zum Thema „Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung: Was ist das genau und woran erkenne ich eine mögliche Gefährdung?“ wurden rechtliche Grundlagen und Vorgehensweisen im Kinderschutz für die verschiedenen Berufsgruppen im Netzwerk erläutert.
Nach einer Pause, die intensiv für Austausch und Vernetzung genutzt wurde, ging es in die Arbeitsphase: Von der Theorie in die Praxis!
In moderierten Tischgruppen tauschten sich die Teilnehmenden über Beispiele für mögliche Kindeswohlgefährdungen aus ihrer beruflichen Praxis und ihren Umgang hiermit aus und entwickelten mögliche Handlungsansätze für die Zukunft. Dabei entstanden zahlreiche Ideen, wie die Kooperation verbessert und Handlungssicherheit im Kinderschutz ausgebaut werden kann.
Im Anschluss stellte ein Vertreter der Hannah-Stiftung gegen sexuelle Gewalt das geplante theaterpädagogische Pilotprojekt und die Präsentationsveranstaltung am 14.09. für die Kitas in Königswinter als einen weiteren wichtigen Präventivbaustein im Kinderschutz vor und die Netzwerkkoordinatorin der Frühen Hilfen Ute Berledt-Dörr skizzierte kurz die präventive Netzwerkarbeit für die Familien mit Kindern zwischen 0-6 Jahren in Königswinter.
Im nächsten Netzwerktreffen am 14. Oktober bleibt es praxisnah: Die Fachberatung im Kinderschutz („InsoFa“) der Familien- und Erziehungsberatungsstelle stellt ihr Angebot und ihre Arbeitsweise vor und steht den Netzwerkpartner*innen für einen interdisziplinären Austausch zur Verfügung.
Pressemitteilung, Königswinter, 22.07.2026

