Nein zu Gewalt

Gewalt gegen Mädchen und Frauen hat viele Gesichter und in der Regel lebenslange Folgen – nicht nur für die betroffene Frau sondern auch gesamtgesellschaftlich Auswirkung!

Nur selten wird häusliche Gewalt öffentlich thematisiert, obwohl die Zahlen alarmierend sind – jede dritte Frau in Deutschland erfährt mindestens einmal in ihrem Leben Gewalt – unabhängig von Herkunft, Alter und Bildungsgrad und jede vierte Frau, die in einer Partnerschaft lebt , wird Opfer häuslicher Gewalt.

Häusliche Gewalt gegen Frauen, Männer und Kinder ist keine Privatsache.

Es ist eine Straftat – die es entsprechend zu ächten und zu verfolgen gilt. Gewalt, die zu fast 50 % in den eigenen vier Wänden stattfindet - an dem Ort, wo Frauen und Kinder sich sicher fühlen sollten – ist leider für viele Frauen ein Ort des Schreckens und der Angst.

Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter – subtile Formen wie Demütigungen, Beleidigungen und Einschüchterungen, psychische, physische und sexuelle Misshandlungen bis hin zu Vergewaltigungen und Tötungen.

Opfer häuslicher Gewalt empfinden ihre Situation oft als ausweglos - sie werden nicht bemerkt und sie machen sich nicht bemerkbar - weshalb von einem nicht unerheblichen Dunkelfeld auszugehen ist. Hier sind neben Strafverfolgungsbehörden vor allem staatliche und nichtstaatliche Institutionen gefragt, Opfern mit Hilfsangeboten zur Seite zu stehen sowie die nicht zu unterschätzende nachbarschaftliche Aufmerksamkeit.

Lassen Sie uns gemeinsam stark für Frauen eintreten und brechen Sie das Tabu des Schweigens, damit Partnerschaftsgewalt keinen Platz in unserer Gesellschaft hat!

Schauen und hören Sie nicht weg, sondern informieren Sie betroffene Frauen über Angebote, wie z.B. das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ Tel: 08000 116 016 – dort erhalten betroffene Frauen 24 Stunden kostenlos eine anonyme  Erstberatung in 15 Sprachen.

„Ich bin die Treppe runter gefallen“

Diese häufige Ausrede, mit der Betroffene von Partnergewalt Außenstehenden ihre Verletzungen erklären, war die Grundlage der Film-Idee „Stairs“.
Hier gelangen Sie zum Trailer.



Internationaler Tag „Nein zu Gewalt”

Der Arbeitskreis der kommunalen Gleichstellungsbeauftragen Bonn/Rhein-Sieg, der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt und der Arbeitskreis Opferschutz Bonn/Rhein-Sieg setzten sich gegen Gewalt ein mit zahlreichen Informationen, Hilfsangeboten und Öffentlichkeitsarbeit – insbesondere anlässlich des 25.11. - des Internationalen Tages „Nein zu Gewalt“. Die Bürgermeister*innen der Städte und Kommunen in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis unterstützen dieses Engagement.

Hintergrundinformationen zum Internationalen Tag „Nein zu Gewalt an Frauen“

Der Internationale Aktionstag „Nein zu Gewalt an Frauen“ am 25.11. geht zurück auf die Ermordung  dreier dominikanischer Schwestern, auf Grund ihres Widerstandes gegen die damalige Diktatur in ihrem Heimatland am 25. November 1960. 1981 wird der 25. November zum internationalen Gedenktag, der seit 1999 auch offiziell von der UNO anerkannt ist. Die von der Menschenrechtsorganisation „Terre des Femmes“ 2001 entwickelte Fahnenaktion „frei leben ohne Gewalt“ zieht inzwischen weite Kreise: Mehr als 4000 Fahnen und Banner werden jährlich in über 800 Gemeinden und Städten als ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen gehisst.