Viele Ideen für ein klimaresilientes Königswinter – Maßnahmen für das Klimaanpassungskonzept wurden mit verschiedensten Akteur:innen entwickelt

In der letzten Woche stand in Königswinter alles im Zeichen der Klimaanpassung. Beim „Forum Klimaanpassungskonzept“ in der Aula der Grundschule Sonnenhügel in Oberpleis wurde die anwesende Bürgerschaft aktiv informiert und in den Prozess der Maßnahmenentwicklung eingebunden. Am nächsten Tag folgte ein fachlicher Workshop, in dem sich Expertinnen und Experten aus Königswinter trafen, darunter Vertreterinnen und Vertreter aus der Verwaltung, sozialen Einrichtungen, Bildungseinrichtungen, Vereinen und der Wirtschaft. Abgeschlossen wurde diese Woche mit der AG Klima (ehemals Steuerungsgruppe Klimaschutz), in der die Politik zusammenkam, um die politische Grundlage in Form eines Leitbilds für das Klimaanpassungskonzept zu erarbeiten.

Im Rahmen des öffentlichen Forums Klimaanpassung wurde auch der Klimaschutzpreis 2025 der Stadt Königswinter und Westenergie verliehen. Hierbei stand im Vordergrund, welche ehrenamtlichen Projekte in Königwinter bereits für den Klimaschutz umgesetzt werden. Den ersten Preis gewann die Klimagruppe Königswinter e. V. für ihre kostenlose Energieberatung für Privathaushalte. Die Beratung wurde bereits von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern in Anspruch genommen. Außerdem wurden die dritte und vierte Klasse der Johann-Lemmerz-Schule für ihr Upcycling-Projekt mit dem zweiten Platz, sowie die Nachbarschaftsinitiative „Wärme im Quartier Königswinter Tal“, die an regenerativen Wärmelösungen vor Ort arbeitet, mit dem dritten Platz ausgezeichnet.

Beim öffentlichen Forum Klimaanpassungskonzept sowie während des Fach-Workshops am Folgetag präsentierten die Klimaanpassungsmanagerin der Stadt Königswinter, Joana Pires Heise, und das Beratungsbüro B.A.U.M. Consult die zentralen Ergebnisse der Betroffenheits- und Risikoanalyse. Es wurde deutlich: Steigende Temperaturen sowie vermehrte Starkregen- und Hochwasserereignisse zählen zu den größten Herausforderungen für Königswinter. Zudem wird sich die Anzahl der Tropennächte von aktuell zehn (im Jahr 2024) bis zum Ende des Jahrhunderts auf ca. 25 steigern (plus 15 Tage). Tatsache ist auch, dass der Anteil der über 65-Jährigen in den kommenden Jahrzehnten zunehmen wird, wodurch sich eine besonders anfällige Gruppe vergrößert.

Die Teilnehmenden und Fachleute hatten in beiden Veranstaltungen die Möglichkeit, sich eine Auswahl an Maßnahmenideen genauer anzuschauen, diese weiterzuentwickeln und zu bewerten. Es gab auch Platz für ganz neue Ideen. Unter anderem wurde über mehr Stadtgrün, die Stärkung der Eigenvorsorge und Unterstützungsangebote für ältere Menschen an Hitzetagen diskutiert.

Die vielfältigen Anregungen der Bürgerinnen und Bürgern sowie den Akteursgruppen fließen nun in die weitere Ausarbeitung des Klimaanpassungskonzepts der Stadt Königswinter ein. Nach Finalisierung und Beschluss des Konzepts wird dieses der Öffentlichkeit noch einmal in einem Forum zu Beginn des nächsten Jahres vorgestellt.

​Zum Hintergrund:
Der Klimawandel ist auch in Königswinter längst spürbar. Heiße Sommertage, längere Trockenphasen sowie Stürme und Starkregenereignisse nehmen zu und stellen Stadt und Bürgerschaft vor wachsende Herausforderungen. Seit April 2025 erarbeitet die Stadtverwaltung gemeinsam mit lokalen Akteursgruppen ein Klimaanpassungskonzept. Es macht die Folgen des Klimawandels vor Ort sichtbar und entwickelt Strategien für mehr Widerstandsfähigkeit. Dabei werden die Handlungsfelder Vorsorge + Resilienz, Mensch + Gesundheit, Stadtplanung + Bau, Technische Infrastruktur, Natur + Landschaft sowie Wirtschaft + Tourismus betrachtet.

Pressemitteilung, Königswinter, 05.03.2026