Stolperstein-Verlegungen in Königswinter – Erinnerung im öffentlichen Raum

In mehreren Stadtteilen von Königswinter werden im März neue Stolpersteine verlegt. Sie erinnern an ehemalige Bewohnerinnen und Bewohner, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden. Die Steine werden in der Regel vor dem letzten selbst gewählten Wohnsitz der NS-Opfer verlegt.

In der Königswinter-Altstadt wird in der Hauptstraße 380 für Irmgard Stefanie Steinhart sowie in der Grabenstraße 16 für Heinrich Weich ein Stein verlegt. In Königswinter-Oberdollendorf werden in der Heisterbacher Straße 103 zwei Stolpersteine gesetzt, für Julius Wolff und für Ottilie Wolff, geborene Marx.

Die Verlegungen beginnen am 16.03.2026 um 14 Uhr in der Königswinter-Altstadt an der Hauptstraße 380. Am selben Tag findet um 16 Uhr ein weiterer Termin in Oberdollendorf in der Heisterbacher Straße 103 statt.

Die Stolpersteine sind Teil des europaweiten Erinnerungsprojekts des Künstlers Gunter Demnig. Sie markieren die letzten frei gewählten Wohnorte der Opfer und halten deren Namen dauerhaft im öffentlichen Raum präsent. Durch sie wird an Menschen erinnert, die verfolgt, deportiert, ermordet, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden.

Die NRW-Steine sind in der App https://stolpersteine.wdr.de gelistet. Die App mit interaktiver Karte erzählt die Geschichten der Menschen hinter den Stolpersteinen in Nordrhein-Westfalen.

Die Verlegung der Stolpersteine in Königswinter wird federführend von der Aktion „Stolpersteine für Königswinter“, dem Brückenhofmuseum und der Stadt Königswinter organisiert. Die Patenschaft für einen Stolperstein kostet 120 Euro.

Die Stadt Königswinter lädt alle Bürgerinnen und Bürger ein, an den Verlegungen teilzunehmen.

Pressemitteilung, Königswinter, 10.03.2026