Gemeinsam für den Kinderschutz in Königswinter: Auftakt des „Netzwerks Kinderschutz“

Ein wichtiger Meilenstein für das Wohl von Kindern und Jugendlichen in Königswinter: Mit einer großen Auftaktveranstaltung gab die Stadt den Startschuss für das neue „Netzwerk Kinderschutz“. Über 100 Fachkräfte aus Medizin, Bildung, Jugendhilfe, Beratung, Staatsanwaltschaft und Polizei kamen zusammen, um die Weichen für eine engere Zusammenarbeit zu stellen.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch die Netzwerkkoordinatorin Angela Stang-Schlitt, die für eine engagierte und lebendige Zusammenarbeit im Netzwerk warb. Bürgermeisterin Heike Jüngling unterstrich in ihrem Grußwort die Priorität des Themas für die Stadt: Kinderschutz sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe von hoher Wichtigkeit und das neue Netzwerk Kinderschutz ein wichtiger Baustein. Im Anschluss skizzierten zwei Vertreter:innen der Hannah-Stiftung gegen sexuelle Gewalt ein geplantes theaterpädagogisches Pilotprojekt für die Kitas der Stadt als einen weiteren wichtigen Präventivbaustein im Kinderschutz in Königswinter.

Auch der Landtagsabgeordnete Jonathan Grunwald würdigte die Initiative und betonte die wichtige Rolle der lokalen Vernetzung im Rahmen des Landeskinderschutzgesetzes NRW.

Ein fachlicher Impuls kam von Annett Volmer, der Fachberatung Netzwerkkoordination Kinderschutz im Landschaftsverband Rheinland (LVR). In einem interessanten und lebendigen Vortrag zum Thema „Kinderschutz in Verantwortungsgemeinschaft“ wurde verdeutlicht, dass effektiver Schutz nur dann funktioniert, wenn die verschiedenen Disziplinen Hand in Hand arbeiten und Informationen gezielt fließen.

Nach einer Pause, die intensiv für Austausch und Vernetzung genutzt wurde, ging es in die Arbeitsphase: In moderierten Tischgruppen formulierten die Teilnehmenden ihre konkreten Bedarfe und Wünsche an das neue Netzwerk. Dabei entstanden zahlreiche Ideen, wie die Kooperation verbessert und Handlungssicherheit im Kinderschutz ausgebaut werden kann.

Die Netzwerkkoordination Kinderschutz wird diese Impulse nun auswerten und als Grundlage für die Planung der der nächsten Veranstaltungen und für die zukünftige gemeinsame Arbeit nutzen.

Im nächsten Netzwerktreffen am 8. Juli wird es praxisnah: Was ist eine Kindeswohlgefährdung und welche Anzeichen gibt es?

Pressemitteilung, Königswinter, 31.03.2026