Reden und Grußworte des Bürgermeisters

Bürgermeister Lutz Wagner nimmt neben seiner Tätigkeit als Verwaltungschef viele Termine und Aufgaben war. Dazu gehört die Repräsentation der Stadt Königswinter bei mannigfaltigen Veranstaltungen und Anlässen. Gemeinsam mit seinen drei Stellvertreter:innen (Jürgen Kusserow, Norbert Mahlberg und Silke Frink) steht er Vereinen, Initiativen, Organisationen und den Bürgerinnen und Bürgern zu direkten Gesprächen zur Verfügung.

Hier finden Sie eine Liste verschiedener öffentlich gehaltener Reden und verfasster Grußworte.

*Änderungen vorbehalten. Es gilt das gesprochene Wort.

Sehr geehrter Herr Fuhr, lieber Wilbert!

Liebe Familie Fuhr!

Lieber Sebastian!

Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich freue mich, Sie auch im Namen der Stadt Königswinter zu begrüßen.

Heute ehren wir gemeinsam einen Mann, der wohl seines Gleichen sucht. Das unerschütterliche und lebendige Engagement von Wilbert Fuhr für den Oberhau - für die Stadt Königswinter - ist beispiellos. Herr Landrat Schuster konnte bereits einzelne Stationen Ihres Wirkens beschreiben. Daher möchte ich an dieser Stelle auf einen – mir sehr wichtigen Aspekt eingehen: Als Ritter vom Siebengebirge, langjähriger Kommunalpolitiker, der sich für den Oberhau und seine Menschen eingesetzt hat, haben Sie sich – lieber Herr Fuhr - hohe Verdienste für unser Gemeinwesen erworben. Bis heute bleiben Sie am Ball und bringen sich konsequent mit neuen Ideen und Engagement ein. Im Namen der Stadt Königswinter möchte ich Ihnen ausdrücklich und von Herzen danken und Sie zur Verleihung der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik beglückwünschen. Unser Gemeinwesen lebt von dem Einsatz und dem Engagement der Menschen. In Abwandlung von John F. Kennedy darf ich sagen: fragen wir nicht als erstes danach, was andere für uns tun können – fragen wir uns selbst welchen Beitrag wir persönlich für das Zusammenleben der Menschen in unserer Nachbarschaft, unserem Ortsteil, unserer Stadt tun können. Das ist gelebter Bürger:innensinn.

Aus eigener langjähriger Erfahrung darf ich sagen, solch ein Engagement braucht im familiären Umfeld eine starke Unterstützung. Umso mehr freue ich mich heute Frau Fuhr in unserer Mitte begrüßen zu können. Liebe Frau Fuhr, ohne Ihre große Unterstützung und Ihr Zutun wäre das Wirken Ihres Mannes „vielleicht“ nicht ganz so zu vergolden gewesen, wie an diesem Tag. Herzlichen Dank.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen den Blick für unser Gegenüber.

Ihr

Lutz Wagner

Sehr geehrte Frau Baltes – als Vertreterin der Gemeinschaft Königswinterer Künstler!

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kunst- und Kulturfreunde!

Ich freue mich, Sie im Namen der Stadt Königswinter zu begrüßen und mit Ihnen in die Ausstellung „Die Elemente“ in unserem schmucken Haus – dem Siebengebirgsmuseum – eintauche zu dürfen.

In den kommenden zwei Wochen nehmen Sie – die 20 beteiligten Künstlerinnen und Künstler - uns mit auf eine inspirierende Reise der Kräfte.

Eine Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Wahrnehmungen, Gedanken und Empfindungen in Collagen, Objekte, Plastiken und Skulpturen. Mit Feuer, Wasser, Erde, Luft – ergänzt um die östliche Sichtweise mit dem Element Metall.

Der Zeitpunkt – Frühlingsaufbruch, die Näckigkeiten des April, für Christinnen und Christen das bevorstehende Osterfest, die emotionalen und menschlichen Herausforderungen in dieser Welt: uns sehr nah die Tragödie des ukrainischen Volkes – der Männer, Frauen und Kinder – mag wohl nicht besser gewählt sein. Sind wir nicht alle Teil des Spiels der Elemente? Sind wir im unbegreiflichen auf andere Art herausgefordert!

Kunst kann da helfen, sie spiegelt gesellschaftliche Debatten wider, sie bietet Reibungsflächen zur Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit, sie weist über das alltägliche Geschehen hinaus. Kunst ist Ausdruck des menschlichen Daseins, sie bereichert unser Leben. Sie ermöglicht zu verstehen, was unverständlich erscheinen mag.

Vielleicht wird allgemein zu wenig darüber gesprochen, welchen Beitrag Kunst zur leisten im Stande ist. Mein besonderer Dank allen, die diese wichtigen Impulse setzen.

Sie, die Künstlerinnen und Künstler stehen in unterschiedlichster Weise dafür, dass Kunst eine herausragende Bedeutung für unsere Gesellschaft hat, auch für unsere Stadt.

In diesem Sinne, wünsche ich uns allen eine gute Reise. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Ihr

Jürgen Kusserow

Liebe Gisela, lieber Kurt Volkert!

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kunst- und Kulturfreunde!

Ich freue mich mit Ihnen „20 Jahre Meerkatze“ zu feiern. Im Namen der Stadt Königswinter einen herzlichen Glückwunsch zu 20 Jahren engagierter und inspirierender Kunst an diesem tollen Ort.

2001 haben Sie das alte Fachwerkhaus in der Meerkatzstraße vor dem Verfall gerettet und dabei unter Gestrüpp einen Teil der alten Stadtmauer von Königswinter entdeckt.

Seitdem ist das kleine Häuschen mit seinem Garten zu einem Ort für Entdeckerinnen und Entdecker geworden - für eine Unzahl von Kunstbegegnungen. Die Liste der heutigen Künstlerinnen und Künstler, die quasi das Cover der aktuellen Ausstellung zieren, kann sich im besten Sinne sehen lassen.

Sie stehen in unterschiedlichster Weise dafür, dass Kunst eine herausragende Bedeutung für unsere Gesellschaft hat, auch für unsere Stadt.

„Ist das Kunst, oder kann das weg?“

Dieser saloppe Spruch verkennt: Kunst kann gesellschaftliche Debatten widerspiegeln, sie bietet Reibungsflächen zur Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit, sie weist über das alltägliche Geschehen hinaus. Kunst ist Ausdruck des menschlichen Daseins, sie bereichert unser Leben.

In der Bewältigung der Corona-Krise wurde viel zu wenig darüber gesprochen, welchen Beitrag Kunst zur leisten im Stande ist. Mein besonderer Dank allen, die auf privater Basis aktiv werden und diese wichtigen Impulse setzen.

Dass sie Ihr Jubiläum mit einem wichtigen Spendenaufruf für ukrainische Flüchtlinge versehenen, hat mich in besonderer Weise gefreut. Es zeigt: Sie haben mitten in unserer Stadt ein Ort der Kunst und der wirklichen Begegnung geschaffen. Vielen Dank dafür.

Ihr

Lutz Wagner

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr D. Zimmermann!

Zur heutigen Jahreshauptversammlung des Hegerings Siebengebirge begrüße ich Sie im Namen der Stadt Königswinter alle ganz herzlich. Vielen Dank für die Einladung!

Das neue Jagdjahr steht bereits mit all der erwachenden Vegetation in den Startlöchern. Und die Herausforderungen scheinen sich nicht wesentlich geändert zu haben. Bereits in den vergangenen zwei Jahren standen Sie vor der Aufgabe die Afrikanischen Schweinepest und damit das Risiko einer weiteren Ausbreitung der Krankheit – zwar nicht auf den Menschen, aber auf die Hausschweine, die daran sehr schnell sterben – in den Griff zu bekommen.

Ich wünsche Ihnen dabei wirklich aus Überzeugung viel Erfolg und danke Ihnen für Ihr großes Engagement.

Hier zeigt sich, dass die Jagd als eine unserer ältesten Kulturtechniken auch heute noch Sinn macht. Sie beutet natürliche Ressourcen nicht aus, sondern nutzt sie nachhaltig. Sie erfüllt einen gesetzlichen Leistungsauftrag zum Erhalt der Artenvielfalt und einer gesunden Tierwelt.

Leider kann von einem natürlichen Gleichgewicht in unserer zu sehr genutzten Kulturlandschaft schon lange keine Rede mehr sein.

Die Jagd hat in diesem Zusammenhang wichtige ordnende und regulierende Aufgaben, und sie geht Hand in Hand mit dem Tier- und Artenschutz in unserer Region. Jäger und Menschen, die sich für Natur-, Tier-, und Landschaftsschutz einsetzen, wirken da zusammen. Gemeinsam pflegen und verbessern sie die Lebensräume für wild-lebende Tiere, egal ob jagdbar oder geschützt. Ich freue mich daher insbesondere über Ihr Engagement zur Kitzrettung, die in diesem Jahr intensiviert werden soll.

Dazu habe ich Ihnen ein passendes Zitat mitgebracht, dessen Urheber ich leider – trotz angestrengter Recherche - nicht ausfindig machen konnte:

Jeder Naturschützer kann kein Jäger sein, aber jeder Jäger muss ein Naturschützer sein!

Und, meine sehr verehrten Damen und Herren, Jagd ist auch ein Stück „Kultur“. Die Diskussionen über die Sinnhaftigkeit der Jagd zeigen immer wieder, dass ein Großteil der Bevölkerung, leider auch bei uns, ein an der „Bambi“-Idylle Walt Disneys orientiertes Natur- und Tierbild in sich trägt. Hier ist verstärkt Aufklärungsarbeit erforderlich. Auf ihrem langen kulturgeschichtlichen Weg hat auch die Jagd viele Wandlungen erfahren. Heute versteht sich die Jagd als Teil der erstarkenden Natur- und Tierschutzbewegung.

Meine Damen und Herren, Sie wissen, „nicht jeder, der jagt, hat Weidmannsglück“, wie es in einem deutschen Sprichwort heißt. Dieses Glück prognostiziere ich Ihnen aber auch für die kommenden Jahre mit großer Zuversicht. In diesem Sinne wünsche ich Weidmannsheil und freue mich nun auf eine angenehme und informative Jahreshauptversammlung mit Ihnen zusammen.

Vielen Dank!

Sehr geehrte Damen und Herren!

Liebe Frau Reicheneder-Müller!

Liebe Bienenfreundinnen und –freunde!

Eines vorweg: der Lindenblütenhonig ist mir persönlich der Liebste!

Zur heutigen Aktion des Imkervereins Siebengebirge begrüße ich Sie im Namen der Stadt Königswinter alle ganz herzlich. Vielen Dank für die Einladung!

125 plus 1! Ein stolzes Alter, das man Ihnen gar nicht ansieht. Oder doch? In Vorbereitung auf den heutigen Tag bin ich nochmal hinab ins Archiv gestiegen. Siehe da: Ihre Geschichte währt lang und dennoch sind mit der Zeit gegangen.

Am 26. Juli 1896 wurde der Verein unter dem Namen „Bienenzuchtverein Oberpleis“ gegründet. Er erhielt 1981 seinen neuen Namen mit neuer Satzung und Eintrag ins Vereinsregister der Stadt Königswinter und wurde als gemeinnützig anerkannt.

Ihr Verein führt über 100 Mitglieder. Zählt man die Zahl der gemeldeten Bienenvölker mit über 670, schrammen Sie an der 8-Hundertermarke. 

Was mich an Ihrem Hobby und Ihrem Wirken so fasziniert, ist der unmittelbare Kontakt mit der Natur. Bienen leben so unmittelbar und direkt mit den Veränderungen unserer Umwelt, meistern diese.  Heute sind viele heimische Pflanzenarten definitiv auf die Bestäubung der Honigbiene angewiesen, ohne diese würden sie aussterben.

Ich habe ein kleines Zitat mitgebracht, es ist von Alber Einstein und es hat es in sich:
„Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Pflanzen, keine Tiere, keine Menschen mehr.“

Leider sind wilde Honigbienenvölker im Siebengebirge nach der Verbreitung der Varroamilbe Ende der 1970er Jahre ausgestorben. Honigbienenvölker haben zur Zeit in Europa nur eine Überlebenschance durch eine Varroa-Bekämpfung des Imkers.

In diesem Sinne – doch nicht so düster-, wünsche ich Ihnen mit Ihren Projekten – wie diesem heute -, der Vermittlung Ihrer Arbeit an die jüngeren Generationen und Ihrem Wirken im Sinne der Artenvielfalt und des Artenschutzes weiterhin viel Erfolg.

Vielen Dank!

Ihr Lutz Wagner

Feuerwehrarbeit im Zeichen der Sicherheit und des Miteinanders hier bei uns in Königswinter.

Das Anforderungsprofil hat sich mit den Jahren stark verändert. Aus der Mannschaft, die einst „nur Brände“ löschte, ist eine universelle Task-Force geworden, die fachkundig unterschiedlichste Gefahrensituationen bewältigt und für schnelle Hilfe sorgt. Darunter fallen ganz bestimmt die Einsätze auf der Bundesautobahn 3, für die die Löschgruppe Ittenbach seit 37 Jahren zuständig ist.

Die Männer und Frauen der Wehr haben gerade dort vielen Menschen in höchster Not geholfen, Unfalltrümmer beseitigt, auslaufende gefährliche Flüssigkeiten aufgefangen und manche wertvolle Transportladung vor einem Brand gerettet. Sicherlich soll nicht unterwähnt bleiben, mit welch’ dramatischen Bildern die Mannschaft konfrontiert wird … auch das muss verarbeitet werden!

Es darf nicht Selbstverständlichkeit sein, dass die Wehrleute im Notfall alles stehen und liegen lassen, damit anderen geholfen werden kann. Hier geht mein besonderer Dank an die Arbeitgeber aber natürlich auch an die Partner, Familien und sonstigen Angehörigen, die auf freie gemeinsame Zeit nicht selten verzichten müssen.

Die richtige Einsatzstruktur ist das „A“, ein modernes technisches Equipment das „O“ des Erfolges und ausschlaggebend für eine effektive und qualitätsvolle Aufgabenerfüllung. Beides ist in Ittenbach gegeben.

Darauf können Sie stolz sein ebenso auf die Tatsache, dass die 1967 gegründete Jugendfeuerwehr Ittenbach zu den ersten und damit ältesten Nachwuchsgruppen ihrer Art im Rhein-Sieg-Kreis gehört.

Daher einen herzlichen Dank  für Ihren Mut, Ihre Zuverlässigkeit, Ihre Disziplin und Ihre Selbstlosigkeit bei der Ausübung des Ehrenamtes.

Vielen Dank!

Ihr Lutz Wagner

Sehr geehrte Frau Pfarrerin Krüger!

Sehr geehrter Herr Pfarrer Klemp-Kindermann!

Sehr geehrte Frau Pfarrerin Royek!

Sehr geehrte Frau Superintendentin van Niekerk!

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Ich danke Ihnen im Namen der Stadt Königswinter für das Beiwohnen, bei diesem für Sie und so viele Gemeindemitglieder (fast 6.000) wichtigen Ereignis: dem Festgottesdienst und dem offiziellen Start für viel Veränderung.

Mit der Fusion der Ev. Kirchengemeinde Aegidienberg, des Bereichs Ittenbach in der Ev. Kirchengemeinde Königswinter, der Ev. Kirchengemeinde Oberpleis und der Bereiche Stieldorf-Birlinghoven der Ev. Kirchengemeinde Stieldorf – Heisterbacherrott zur Evangelischen Kirchengemeinde Siebengebirge blickt man nun 11 Kilometer und einem gewiss erweiterten Horizont auf den neuen Seelsorgebereich der Ev. Kirchengemeinde Siebengebirge mit Spannung und Neugier entgegen.

Wie ich aus Gesprächen erfahren konnte, folgte den ersten Schritten der Skepsis und der Unsicherheit schnell die Freude und ein zupackender Mut, die vielfältigen Angebote der Gemeindebereiche zu vernetzen. In schwieriger werdenden Zeiten wollen Sie ein starkes evangelisches Profil für die Region entstehen lassen. Eine enorme Herausforderung, Ihre „Gemeinde vor Ort“ auch weiterhin mit so viel Leben und Nähe zu füllen. Doch Sie sind gut vorbereitet und bauen auf verlässlichen und stabilen Fundamenten der kirchlichen Arbeit auf.

Ich wünsche Ihnen dazu viel Geschick, die innere Gelassenheit bei unwägbaren Herausforderungen und die Kraft aus Ihrem Glauben.

Lassen Sie es mich wissen, wenn Sie uns als Verwaltung und im Besonderen mich als Bürgermeister an den ein oder anderen Stellschrauben brauchen.

In diesem Sinne wünsche ich allen einen gelungenen Tag und viel Kraft für die kommenden Aufgaben.

Ihr Bürgermeister Lutz Wagner

Sehr geehrter Herr Mense!

Sehr geehrte Frau Efferoth!

sehr geehrte Damen und Herren!

Liebe Frau Pfarrein Pia Haase-Schlie!

Vielen Dank für die Einladung und die freundliche Begrüßung. Ich bin sehr gerne hierhergekommen und möchte Ihnen im Namen der Stadt Königswinter einen besonderen Dank aussprechen. 

Der Hospizdienst Königswinter leistet mit über 60 ehrenamtlichen Trauer- und Sterbebegleiterinnen und -begleitern eine wunderbare und eine so wichtige Arbeit.

So wählen Sie den Leitspruch:

"Geh' mutig weiter, ich bleibe an deiner Seite."

Die paleative Beratung, psychosozialer Begleitung und praktischer Lebenshilfe, fest verankert im christlichen Glauben, ist ein Gewinn für die Menschen, für unsere Region.

Zugleich möchte ich die Gelegenheit nutzen, sehr persönlich meine große Anerkennung zu bekunden.

Mit Ihrer Arbeit tragen Sie wesentlich dazu bei, dass schwerstkranke und sterbende Menschen bis zuletzt in Würde leben können - multiprofessionell betreut, getragen von menschlicher Zuwendung.

Nicht nur die Sterbenden selbst, sondern auch die Angehörigen erhalten durch Sie Aufklärung und Begleitung in dieser schwierigen Lebenssituation. Diese Hilfe geht oft weit über den Tod des Angehörigen hinaus. Wir alle wissen, es gibt krankmachende Trauer, es gibt aber auch gesunde Trauer, in der wir lernen, den Verlust eines lieben Menschen auszuhalten, ihn wirklich gehen zu lassen.

Und es gibt noch einen weiteren sehr wichtigen Aspekt an Ihrer Arbeit.

So möchte ich die gesellschaftspolitische Bedeutung nicht unerwähnt lassen.

"Jeder stirbt. Warum reden wir so wenig darüber?"

Die Hospizbewegung insgesamt und konkret Ihr Engagement in unserer Region dient nämlich nicht nur direkt den Sterbenden und Ihren Angehörigen oder den wichtigen Fortbildungen. Sie ist auch eine Bewegung, der den Umgang der Gesellschaft insgesamt mit dem gerne verdrängten Thema „Sterben und Tod“ verändern kann.

Ein Thema, das der Soziologe Norbert Elias als einen Prozess der Entfernung des Todes und der Sterbenden aus dem Leben der Gesellschaft beschrieben hat. Ihre Arbeit arbeitet dagegen an, konfrontiert uns mit dieser „... Einsamkeit der Sterbenden in unseren Tagen“. Sie belassen es dabei aber nicht: Sie bieten Zugänge und klären auf. Sind Beispiel für die menschliche Seite unserer Gesellschaft.

Abschließend möchte ich den vielen unter Ihnen, die solche Zuwendung und Hilfe haupt- und ehrenamtlich geben, für Ihr beispielhaftes, Zeichen-setzendes Engagement danken. Ganz persönlich und im Namen des Bürgermeisters und der Stadt Königswinter.

"Jeder stirbt. Also reden wir darüber!"

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Ihr Jürgen Kusserow