„Interkulturell orientiert“ – Landrat Sebastian Schuster verleiht Siegel an Königswinter und Niederkassel

Rhein-Sieg-Kreis (rl) – Interkulturelle Öffnung geht uns alle an – Verwaltungen, Institutionen und Organisationen; sie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die derzeit in aller Munde ist. Den Worten Taten folgen lassen haben nun die beiden Städte Niederkassel und Königswinter, die heute von Serap Güler, Staatssekretärin für Integration im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, Landrat Sebastian Schuster und dem Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände, Harald Klippel, das Siegel „Interkulturell orientiert“ verliehen bekommen. „Ich freue mich, dass Sie sich mit viel Engagement und Herzblut auf den Weg gemacht haben und ich Ihnen heute unser Siegel verleihen kann“, so Landrat Sebastian Schuster.Das Siegel „Interkulturell orientiert“ hat der Rhein-Sieg-Kreis gemeinsam mit den Integrationsagenturen des Caritasverbandes Rhein-Sieg e.V., des Diakonischen Werkes des Ev. Kirchenkreises An Sieg und Rhein sowie der Kurdischen Gemeinschaft Rhein-Sieg/Bonn entwickelt. Die beiden Städte Königswinter und Niederkassel haben beide ihre eigenen Konzepte entwickelt, die sich an den Rahmenbedingungen vor Ort orientieren. So hat die Stadt Königswinter es sich u.a. auf die Fahnen geschrieben, ihren Geschäftsbereich Soziales und Gesundheit neu zu strukturieren, um eine bessere Kommunikation zwischen den Fachbereichen im Sinne der Bürgerinnen und Bürger zu erreichen. Im neuen Organigramm ist dieser Tatsache Rechnung getragen. Auch werden Schulungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Erlangung interkultureller Kompetenzen angeboten und Ehrenamtsstrukturen weiter entwickelt. Auch die Stadt Niederkassel hat sich feste Ziele gesetzt, die teilweise schon erreicht sind. So gibt es auch dort regelmäßige Schulungen für die Mitarbeiterschaft; außerdem werden Ausschreibungstexte so gestaltet, dass sie Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu einer Bewerbung auffordert. In Zukunft sollen externe Sprachmittlerpools eingerichtet werden, auf die im Bedarfsfall zurückgegriffen werden kann. Deutlich wird bei beiden Städten, dass sie das Motto des Siegels „Wer verstehen will, muss manchmal die Perspektive wechseln“ verinnerlicht haben. Dass das Thema nicht nur im Rhein-Sieg-Kreis eine hohe Priorität hat, zeigte das landesweite Interesse an der Siegelverleihung im Siegburger Kreishaus. Rund 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten den Ausführungen gebannt. Derzeit wird seitens des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen geprüft, ob eine landesweite Implementierung des Konzeptes möglich ist.
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