Zum Weltkindertag neue Standorte der orangenen Wanderbänke gegen Gewalt

Pünktlich zum Weltkindertag am 20. September wanderten die vier orangenen Wanderbänke gegen Gewalt zu neuen Standorten in Königswinter. Sie sind nun an folgenden Orten aufzufinden: In Dollendorf an der „Hannah-Stele” auf der Cäsariusstraße, in Vinxel am Spielplatz an der Flüchtlingsunterkunft, Am Sportplatz 2, in Oberpleis am Gymnasium am Oelberg am Weilerweg 25 und in der Altstadt gegenüber des Bahnhofs in der Bahnhofsallee.

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen dem Weltkindertag und den orangenen Bänken gegen Gewalt? Auch wenn Kinder bei dem Thema Gewalt an Frauen nicht unmittelbar im Fokus stehen, so sind sie es, die in besonderer Weise leiden. Nicht selten mit traumatischen Folgen, wenn sie Zeuge von Gewalt werden. Insbesondere bei Gewalterfahrungen in der Familie, dem zentralen Schutzraum für heranwachsende Kinder, hat dies weitreichende Folgen. Zudem werden Kinder, die Gewalt der Eltern untereinander erleben, oftmals – direkt und indirekt – mit in die Spirale der Gewalt hineingezogen.

Eine klare Positionierung gegen Gewalt jeglicher Art, dient gleichzeitig auch dem Schutz der Schwächsten in unserer Gesellschaft. Sich aus einer Gewaltsituation zu befreien ist für Kinder um vieles schwerer, als für die von Gewalt betroffenen Elternteile. Gewalterfahrungen und die stetige Angst erneut drohender Gewalt, beeinträchtigt die Entwicklung von Kindern – auch weil sie sich permanent um den von Gewalt betroffenen Elternteil sorgen. Gewalt gegen Kinder und Erwachsene gibt es in allen sozialen Schichten und Altersgruppen in unserer Gesellschaft. Die Statistiken sind nach wie vor schockierend und täglich werden neue Fälle der Gewalt aufgedeckt.

Fluchterfahrungen und die Corona-Pandemie haben das Thema „häusliche Gewaltֲ” zudem verstärkt, da der Zugang und die Inanspruchnahme von Hilfsmöglichkeiten erschwert ist. Deshalb ist es umso wichtiger, das Thema mehr aus der Tabuzone in die breite Öffentlichkeit zu tragen. Die auf den Bänken angebrachten Plaketten informieren über die regionalen Hilfsangebote, ein QR-Code an den Bänken ermöglicht einen schnellen Zugang zu entsprechender Beratung für Frauen, Männer und Kinder.

 

Pressemitteilung, 22.09.2022