Aktuelle Zahllasten

 

Aktuelle Zahllasten nach der Beitrags- und Gebührensatzung (BGS) der Stadt Königswinter und der Satzung über die Entsorgung von Grundstücksentwässerungsanlagen - Klärschlammsatzung (KS)  der Stadt Königswinter

Die Herstellung / Unterhaltung / Sanierung der öffentlichen Kanäle mit ihren zugehörigen Bauwerken, die Abwasserreinigung im stadteigenen Zentralklärwerk oder auch die Behandlung der Klärschlämme aus grundstückseigenen Hauskläranlagen: die Aufgaben des Abwasserwerkes sind vielfältig. Die für die Aufgaben des Abwasserwerkes entstehenden Kosten, tragen letztendlich die Bürgerinnen und Bürger. Daher möchten wir Sie hier über die aktuellen Beitrags- und Gebührensätze bzw. die tatsächlichen Zahllasten informieren.

1.   Kanalanschlussbeitrag  - §§ 1 bis 9 BGS

Bei dem Kanalanschlussbeitrag handelt es sich um eine einmalige Zahlung, die für die Bereitstellung (Bau) der öffentlichen Abwasseranlage erhoben wird. Kanalanschlussbeiträge können fällig werden

  a) nach der erstmaligen Herstellung eines öffentlichen Kanals, oder

  b) nach dem erstmaligen Entstehen der Bebaubarkeit für ein Grundstück oder einen Grundstücksteil, oder

  c) nach dem erstmaligen Anschluss eines Grundstücks an die öffentliche Kanalisation.

Für die Höhe des Beitragssatzes ist zusätzlich noch der jeweilige Nutzungsfaktor maßgeblich. Der Beitragssatz pro m² beitragspflichtiger Grundstücksfläche bezieht sich zunächst immer auf eine eingeschossige Bebaubarkeit. Darf ein Grundstück mehrgeschossig bebaut werden, erhöht sich der Nutzungsfaktor um jeweils 25 %. Bei einer zweigeschossigen Bebaubarkeit beträgt er somit 1,25, bei dreigeschossiger Bebaubarkeit 1,50. Die weiteren Nutzungsfaktoren können in § 3 BGS  nachgelesen werden.

Für Grundstücke in Gewerbe- / Industriegebieten und für Grundstücke, die überwiegend gewerblich genutzt werden können, erhöht sich der jeweilige Nutzungsfaktor nochmals um 0,5 Punkte.

Der Beitragssatz bei eingeschossiger Bebaubarkeit liegt derzeit bei

12,60 € / m² Grundstücksfläche.

Wichtig ist, dass derjenige beitragspflichtig ist, der zum Zeitpunkt der Entstehung der Beitragspflicht als Grundstückseigentümer im Grundbuch eingetragen ist.

Für die Sanierung eines öffentlichen Kanals werden bislang keine Beiträge erhoben.

2.   Kostenersatz für Grundstücksanschlussleitungen  - § 10 BGS

Auch bei dem Kostenersatz handelt es sich um eine einmalige Zahlung. Sie wird erhoben, wenn durch die Stadt Königswinter der Grundstücksanschluss / die Grundstücksanschlüsse vom öffentlichen Hauptkanal bis zur Grenze des anzuschließenden Grundstücks hergestellt wurden. Dies erfolgt jedoch nur im Rahmen der öffentlichen Kanalbaumaßnahmen. Nachträgliche Anschlüsse muss der Grundstückseigentümer eigenverantwortlich auf seine Kosten herstellen lassen.

Der Kostenersatz für Misch- oder Schmutzwasseranschlüsse wird nach einem Einheitssatz ermittelt, der sich entsprechend der Jahrespreisindizes prozentual erhöht oder verringert. Die entsprechenden Preisindizes sind in § 10 BGS veröffentlicht. Es gibt unterschiedliche Einheitssätze für Straßen mit befestigter und mit unbefestigter Oberfläche.

Die in der BGS veröffentlichten Einheitssätze beziehen sich auf das Jahr 1996 und sind daher nach dem jeweils geltenden Faktor zu berechnen.

Der Preisindex für das Jahr 2016 wird erst Anfang des Jahres 2017 bekanntgegeben und kann daher hier noch nicht berücksichtigt werden. Für das Jahr 2015 beträgt die Zahllast je Meter Anschlussleitung

377,97 € bei befestigter Oberfläche

209,91 € bei unbefestigter Oberfläche

Anschlüsse für reines Niederschlagswasser (in Bereichen mit Trennkanalisation - zwei getrennte Kanäle für Schmutz- und Niederschlagswasser) werden nach den tatsächlichen Kosten abgerechnet.

Außerdem kann die Stadt die Erneuerung einer Grundstücksanschlussleitung übernehmen, wenn dort Schäden der Schadensklasse "A" (erhebliche Schäden) festgestellt wurden. Hier wird der Aufwand auch auf Grundlage der tatsächlichen Kosten abgerechnet.

3.   Benutzungsgebühren und Kleineinleiterabgabe

3.1 Benutzungsgebühren (Abwassergebühren)  - § 13 BGS

Für die Inanspruchnahme der öffentlichen Kanäle werden von den Eigentümern der angeschlossenen Grundstücke Benutzungsgebühren erhoben. Über die Benutzungsgebühren werden dann noch die Abwasserabgaben abgewälzt, die die Stadt an das Land Nordrhein-Westfalen zu entrichten hat. Die tatsächliche Zahllast kann somit höher liegen, als der festgesetzte Gebührensatz.

Für das Jahr 2016 ergeben sich folgende jährliche Zahllasten:


 Schmutzwasser-Vollanschluss je m³ Frisch- oder Brauchwasser 3,69 €

 Zzgl. abgewälzter Abwasserabgabe je m³ Frisch- oder Brauchwasser   0,06 €
 
 Zahllast 3,75 €
     

 Schmutzwasser-Teilanschluss je m³ Frisch- oder Brauchwasser 2,55 €

 Zzgl. abgewälzter Abwasserabgabe je m³ Frisch- oder Brauchwasser 0,00 €
   Zahllast 2,55 €
     

 Niederschlagswasser-Vollanschluss je m² versiegelte Grundstücksfläche  1,02 €

 Zzgl. abgewälzter Abwasserabgabe je m³ Frisch- oder Brauchwasser 0,00 €
   Zahllast 1,02 €
     

 Niederschlagswasser-Teilanschluss je m² versiegelte Grundstücksfläche  0,71 €

 Zzgl. abgewälzter Abwasserabgabe je m³ Frisch- oder Brauchwasser 0,00 €
    Zahllast
(Korrektur am 16.02.2016)
0,71 €


3.2 Kleineinleiterabgabe  -  § 14 BGS

Eine Kleineinleiterabgabe wird erhoben, wenn ein Grundstück nicht an eine öffentliche Abwasseranlage angeschlossen ist und die grundstückseigene Hauskläreinrichtung nicht als vollbiologische Anlage betrieben wird.

Die jährliche Kleineinleiterabgabe beträgt derzeit

0,36 € / m³ Frisch- oder Brauchwasser.

Bei einer vollbiologischen Anlage erfolgt, nach der Vorklärung durch Absetzung der Feststoffe (Klärschlämme), noch eine biologische Nachbehandlung, z.B. über einen Tropfkörper. Erst dann wird das Abwasser dem Grundwasser oder einem oberirdischen Gewässer zugeführt. Diese Anlagen entsprechen dem heutigen Stand der Technik und werden nicht mit einer Kleineinleiterabgabe belastet.

4.    Entsorgung von Klärschlamm und Abwasser aus abflusslosen Gruben  (Klärschlammsatzung - KS) 

Der Klärschlamm aus den grundstückseigenen Hauskläreinrichtungen, sowie das gesammelte Abwasser aus abflusslosen Gruben, muss ordnungsgemäß entsorgt werden. Für die Abfuhr der Klärschlämme bzw. des Abwassers gibt es derzeit zwei Möglichkeiten. Zum einen kann die Abfuhr über die Stadt Königswinter veranlasst werden, hierfür hat der Grundstückseigentümer rechtzeitig einen Termin mit der Stadt zu vereinbaren. Als zweite Möglichkeit kann der Grundstückseigentümer auch privat ein Abfuhrunternehmen beauftragen. Die Entsorgung muss jedoch zwingend auf dem Zentralklärwerk Königswinter - Dollendorf erfolgen, damit eine ordnungsgemäße Abfuhr und Entsorgung überwacht werden kann.

4.1 Klärschlammentsorgung  -  § 11 KS 

Die Gebühr für die städtische Abfuhr inklusive der Entsorgung auf dem Zentralklärwerk beträgt derzeit

36,98 € / m³ abgefahrenem Grubeninhalt.

Für die Entsorgung auf dem Zentralklärwerk bei privater Beauftragung eines Abfuhrunternehmens beträgt die Gebühr derzeit

7,21 € / m³ abgefahrenem Grubeninhalt.

4.2 Entsorgung des Abwassers aus abflusslosen Gruben  -  § 11 KS 

Die Gebühr für die städtische Abfuhr inklusive der Entsorgung auf dem Zentralklärwerk beträgt derzeit

36,67 € / m³ abgefahrenem Grubeninhalt.

Für die Entsorgung auf dem Zentralklärwerk bei privater Beauftragung eines Abfuhrunternehmens beträgt die Gebühr derzeit

4,90 € / m³ abgefahrenem Grubeninhalt.


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